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Ein Interview mit Heilpraktiker und 360°-Ursachenmediziner Sascha Schäfer über die Ursachen von Burnout und Erschöpfung in Bremen und Lübeck

Ein Interview mit Heilpraktiker und 360°-Mediziner Sascha Schäfer über die Ursachen von Burnout und Erschöpfung

Sascha Schäfer

Körperlich und seelisch zutiefst erschöpft: Ist das nun ein Burnout wegen zu viel Stress, stecken körperliche Ursachen dahinter oder hat man eine Depression, die mit Psychotherapie oder Antidepressiva behandelt werden muss? Für viele Patienten ein langer Leidensweg. Doch es lohnt sich, das Problem mal aus einer anderen, überraschenden Perspektive zu betrachten.



Ich fühle mich seit längerer Zeit völlig erschöpft, sowohl körperlich als auch emotional. Das Grundgefühl ist: „Ich kann nicht mehr.“ Wohin führt mich, nachdem ich das Internet konsultiert habe, üblicherweise mein erster Gang?

Sascha Schäfer: Zum Hausarzt. Der macht ein Blutbild und überweist Sie an verschiedene Fachärzte, zum Beispiel Schilddrüsenspezialisten, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen. Die Untersuchungen sind häufig unauffällig und erklären nicht Ihr gefühltes Problem. Auch wenn es natürlich schön ist, nichts „Schlimmes“ zu haben — es frustriert. Ist im Sinne der Schulmedizin keine Erkrankung festzustellen, geht es zum Psychotherapeuten. Natürlich findet dieser etwas. Es gibt keinen Menschen, der noch nie etwas psychisch belastendes erlebt hat. Allein, die Therapie wirkt nicht nachhaltig, weil die körperlichen Aspekte oft nicht berücksichtigt werden. Begleitet wird die Psychotherapie nicht selten mit der Gabe von Antidepressiva.

Aber kommt denn diese Erschöpfung nicht vom psychischen Druck? Ist Stress nicht der Grund für einen Burnout?

Der private und/oder berufliche Stress ist oft nur der Anlass für den Körper, zu streiken. Lange Zeit vorher passiert dies: Der Körper wird zum Beispiel durch chronische Entzündungen, Überlastungen des Immunsystems, Infekte, Folgen von Operationen und Unfällen, Belastungen durch Schwermetall, Störfelder, schlechtes Essen etc. so in seiner normalen Funktion beeinträchtigt, dass das Nervensystem überlastet ist. Das bedeutet, dass geringe Belastungen, die früher kein Thema waren, jetzt sehr viel Kraft kosten. Den Alltag zu meistern, wird für viele Patienten ein Gewaltakt oder gar Ding der Unmöglichkeit. Der Rucksack wird mit der Zeit einfach immer voller.

Was passiert denn durch die oben genannten Auslöser im Körper des Patienten, der sich erschöpft, ausgebrannt, depressiv fühlt?

Als Reaktion auf die „stummen Belastungen“ erzeugt der Körper oxidativen/nitrosativen Stress. Es entstehen aggressive Radikale, die dazu beitragen, dass unsere Kraftwerke in den Zellen, die Mitochondrien, nicht mehr genug Energie (ATP) produzieren können. Dem Körper geht quasi der Sprit aus. So entsteht eine chronische Erschöpfung mit allen Symptomen: Depressionen, innere Unruhe, Herzrasen, Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Konzentrationsprobleme, Atemprobleme, Kloß im Hals, starke Verspannungen, Verlust der Libido und Lebensfreude, Rückzug und so weiter. Burnout — ja! Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Akkus sind leer und werden nicht mehr richtig geladen.

Mit welchen Untersuchungsmethoden kann man herausfinden, dass die Arbeit der Mitochondrien gestört ist?

Mit funktionellen, körperlichen Untersuchungen: Ganzheitliche Labore untersuchen die Funktionsstörungen, um zu verstehen, wo und wie das System entgleist ist. Zusätzlich kann man die Mitochondrien bei einer spezialisierten Professorin in Deutschland untersuchen lassen. Das Ergebnis zeigt sehr genau, wo und wie die Mitochondrien geschädigt wurden und warum der Körper keinen körpereigenen Kraftstoff mehr herstellen kann.

Was kann man ganzheitlich tun, damit die Mitochondrien wieder Energie erzeugen?

Die Auslöser finden, die dazu geführt haben, dass die Mitochondrien geschädigt wurden. Und dann: Ihre Regeneration unterstützen und die Ursachen behandeln.

Haben Sie da mal ein Beispiel?

Eine Patientin war vor lauter Erschöpfung und wegen starken Schwindels nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu stemmen. Seit einem Jahr krankgeschrieben, zahllose schulmedizinische Untersuchungen lieferten keine Erklärung.

Was war denn da passiert?

Die Dame hatte sich von einem erfahrenen Heilpraktiker am 2. Halswirbel einrenken lassen.
Sie bekam sofort starken Schwindel, der über ein Jahr anhielt. Ein Besuch beim Osteopath verschlechterte ihre Situation weiter. Als wir sie untersuchten, stellten wir sehr schnell fest, dass sie im Bereich der oberen Halswirbelsäule ein Schleudertrauma erlitten hatte: Hoher nitrosativer Stress und sehr stark geschädigte Mitochondrien.

Was haben Sie unternommen?

Wir haben das Schleudertrauma mit Neuropraktik so behandelt, dass es keinen Stress mehr im Nervensystem produziert hat und das Gehirn wieder besser arbeiten konnte. Die Hirnnervenfunktionen normalisierten sich, der Schwindel wurde weniger. Gleichzeitig aktivierten wir die Mitochondrien im Bereich des Kopfes mit unserer Me2 vie Systemtherapie. Ein lösungsorientiertes Kurzzeitcoaching senkte den emotionalen Stress und half gegen Hilflosigkeit und Wut der Patientin.

Wie lange dauert so eine Behandlung, bis die Mitochondrien wieder normal Energie erzeugen?

Das kommt natürlich auf den Patienten und seine Geschichte an, aber ein halbes Jahr bis zwei Jahre kann man schon rechnen, bis die Mitochondrien sich wieder regeneriert haben und die Labore wieder im Normbereich sind.

Wie und warum kann eine „herkömmliche“ Behandlung eines Burnouts (Antidepressiva, Psychotherapie, Sport etc.) sogar Schaden anrichten und die Symptome verschlimmern?

Sport verbraucht viel Energie. Und wenn die MItochondrien schon geschädigt sind, führt Sport dazu, dass der Tank, der eh schon auf Reserve lief, komplett geleert wird.
Zusätzlich schaltet der Zellstoffwechsel auf anaerobe Glykolyse um, was den Körper übersäuert und die Mitochondrien zusätzlich schädigt. Es gibt erste Hinweise aus der internationalen Forschung, dass Antidepressiva die Funktion der Mitochondrien schädigen können.

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